Heiratsantrag über Twitter – schräg oder schön?
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Vergangenen Sonntag hat dotdean seiner Liebsten schokodinatorin über Twitter einen Micro-Heiratsantrag gemacht. Und dafür hat der Gute nicht mal annähernd 140 Zeichen gebraucht, Respekt! Der krasseste mir bekannte Ausritt ins offline Privatleben spaltet derzeit die Twitterszene in “Voll supi” gegen “Das ist ja total krank” und tritt eine interessante Diskussion los. Wie viel 140 Zeichen Intimsphäre darfs denn bitte sein?
Die Geschichte ist schnell erzählt und wäre nichts ungewöhnliches, hätte sie nicht auf Twitter stattgefunden. Zwischen Tweets über Bundesliga, Sonntagsarbeit und der Abendplanung tauche auf einmal ein Heiratsantrag auf. Stilecht, denn die Beiden haben sich laut eigenen Angaben (DerWesten-Interview) im Internet kennengelernt. Auch war dem Heiratstweet eine Offline-Generalprobe vorhergegangen, und der Florian hat seine Christin zuvor im 1.0 Stil mündlich gefragt, der Tweet wurde dann nachgeschoben. Nun diskutiert Twitter über den gewagten Bruch mit der Privatsphäre, und das durchaus kritisch. Schaut man sich die aktuellen Suchergebnisse über die Twittersuche an überwiegt derzeit die Zahl der User, die den virtuellen Heiratsantrag eher schräg als schön finden.
Das wirft die Frage auf, wieviel Privatsphäre es denn nun eigentlich sein darf auf Microbloggingdiensten wie Twitter & Co? Während 49% von 110 Befragten schon mal vom Klo getwittert haben, scheint mit einem Heiratsantrag für Viele jetzt Schluß mit lustig zu sein. Was ist mit Themen wie Trennung oder gar Todesfällen? Ich persönlich tue mich immer sehr schwer mit Tweets aus meinem granulatem Privatleben. Doch das ist oft nicht leicht, denn mit zunehmender Followerzahl wächst das Netzwerk und es entsteht eine Mischung, in der sich auch private Kontakte und enge Freunde befinden. Auf Twitter schreibst Du was Du gerade tust. Neben kacken, schlafen und malochen passieren da (Gott sei dank) noch einige andere Sachen, die dem Twitter-Stream die gewisse Würze geben. Denn neben Nonsens sind es doch die privaten Momente, die den Reiz ausmachen. Hier ist jedoch Feingefühl gefragt denn das jonglieren mit Blabla- und privaten Tweets kann auch schwer in die Hose gehen. 3 Regeln: - veröffentliche niemals ungefragt das Privatleben Anderer (auch nicht in Teilen) Mehr: Ähnliche Artikel im Blog:
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