Scoopcamp in Hamburg – bleibt die Szene zuhaus?
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Das Scoopcamp hat sich auf die Fahne geschrieben, Journalisten der klassischen Medienbranche und die Innovationstreiber aus der neuen Medienwelt in barcampähnlicher Umgebung zusammen an einen Tisch bringen. Sehr guter Ansatz! Mit Schönheitsfehler, denn leider droht unter anderem der barcampunübliche Eintrittspreis das Gleichgewicht aus Entscheidern und Machern zu kippen. Fühlen sich die Ärmelhochkrempler aus dem Web 2.0 nicht angesprochen?
Am Donnerstag den 17. September laden die Initatoren Hamburg@work sowie die dpa Deutsche Presse-Agentur in das Auswanderermuseum von Hamburg BallinStadt. Hier sollen sich Vertreter der eher klassischen Medien mit Machern und Köpfen aus dem Bereich Neue Medien treffen und austauschen können:
Das Scoopcamp wird in Anlehnung an die üblichen Barcamps abgehalten, und bietet neben festen Programmpunkten in den offenen Scoopshops die Möglichkeit direkt ans Eingemacht zu gehen. Am Tag darauf wird’s im Rahmen des Scoopcamp Hackathon bei mindmatters konkret. Mit Adrian Holovaty aus Chicago als Keynote-Speaker soll ein Projekt angegangen werden. Holovaty ist vor allem durch sein Google Maps Mashup www.chicagocrime.org bekannt geworden, und gilt als Schnittstelle zwischen Journalismus und IT-(Weiter)Entwicklung. Der Workshop ist auf 40 Köpfe begrenzt, Teilnahme setzt ein Scoopcamp-Tickt voraus. Insgesamt klingt die Veranstaltung spannend und macht Appetit. Als Medienpartner sind der Freitag, Internet World sowie die W&V mit im Boot. Ein Blick in die Teilnehmerliste des Scoopcamps zeigt dass das Angebot in der klassischen Medienszene angekommen ist. Jedoch fehlen bisher die üblichen Verdächtigen aus dem anderen Lager. Die Mischung aus Nerds und Halbprofessionellen, die die Stimmung bei Barcamps und Unkonferenzen ausmacht. Die Erste Reihe im Publikum mit Laptops auf dem Schoß, die den Redner 1:1 bei Twitter bashen. Rucksackkids, denen man eben nicht ansieht dass sie die Google API besser beherrschen als die hochbezahlte IT-Kraft aus der eigenen Abteilung. Der Grund dafür dürfte unter anderem in der Teilnahmegebühr von 100.- Euro liegen. Barcamps sind umsonst, zur Unkostendeckung gibt es eine Schallmauer bei etwa 29,99. Dafür springen Sponsoren ein, die aus der kreativen Masse schöpfen. Tolles Beispiel sind immer wieder die von Cem Basman organisierten Aktionen. Dass die Kostendeckung nicht immer aufgeht zeigt die kürzliche Absage der MBC09 in Köln, nach dem Motto lieber aussetzten als kostenpflichtig. Zum Anderen fehlt mir die persönlich die konkrete Ansprache der Szene. Die Rahmenbedingungen stimmen, das Scoopcamp betreibt einen Blog und Twitter Account. Für mein Empfinden wird jedoch lauter in Richtung der Verlage und Agenturen gerufen. Das Echo aus Blogs und Twitter ist zwei Wochen vor dem Event noch mau. Eine Vollkatastrophe, denn meiner Meinung nach kann das Scoopcamp nur funktionieren, wenn dort auch die Seite der Macher in all ihren Facetten vertreten ist. Nicht nur durch Freiberufler und Agenturvertreter, die Aufträge wittern und die 100.- Teilnahmegebühr abschreiben können oder gar erstattet bekommen.
Warum passiert nicht folgendes: - Ermäßigter Einlass für Studenten, Trainees und Junioren. - Kurzfristige Einrichtung von üblichen Bloggertickets - Wildcards für die Macher der Szene Vergangene Woche wurde ich von Katja Ostrowsky von der dpa angesprochen, ob ich Lust hätte auf dem Scoopcamp einen Workshop über Twitter Monitoring zu halten. Dieser Einladung komme ich gern nach. Daraufhin kamen wir ins Gespräch über die Problematik. Katja scheint eine sehr nette Person zu sein, die die Situation ebenfalls verstanden hat. Vielleicht gibt es nun zwei Wochen vor dem Event noch einmal die Möglichkeit etwas an der Teilnahmepolitik zu drehen? PS: Cem Basman hat bereits am 22. August einen ähnlichen Blogbeitrag zum Thema veröffentlicht: http://sprechblase.wordpress.com/2009/08/22/scoopcamp-2009-am-17-september-in-hamburg/ Links: Ähnliche Artikel im Blog: |







Aktuell:
Last-Minute-Angebot für Studenten, Volos und Trainees: Sie zahlen ab sofort nur 50 Euro pro #scoopcamp-Ticket: http://tinyurl.com/mk3lmv
via http://twitter.com/scoopcamp/status/3907681685
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