
Nach StudiVZ und SchülerVZ launcht der Holzbrinkverlag nun MeinVZ, das Social Network für Nicht- oder nie gewesene Studenten. Ein Vorsprung vor dem amerikanischen Network Facebook, das eine deutsche Version in der Mache hat.
Es ist schon beachtlich was das die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck an neuen Web-Portalen aus dem Hut, besser gesagt aus den Holtzbrinck ELabs Büros zaubert. Mit www.meinVZ.de startet nach www.schuelerVZ.de das dritte Social Network nach dem Vorbild des bekannten www.studiVZ.de . MeinVZ ist das Netzwerk für Alle die sich ausserhalb der Uni oder der Schule mit Freunden und Bekannten verdrahten wollen.
Die User aller VZ-Netzwerke können sich untereinander vernetzen, Zusammen bringen es die Portale auf satte 8 Millionen Nutzer. Die privaten Daten der Nutzer sollen dabei wie rohe Eier behandelt werden. StudiVZ hat nach der Diskussion um die Nutzung von Userdaten für Werbezwecke schließlich ordentlich was gut zu machen.
Man darf gespannt sein wie und ob sich die User neu verteilen, wenn der US Marktführer im Social Network Bereich www.facebook.com mit seiner Deutschen Version startet. Facebook wuchs wie StudiVZ an Universitäten wie etwa der Elite-Uni Havard, und zählt aktuell weltweit über 61 Millionen Nutzer, davon derzeit schätzungsweise 600.000 User aus Deutschland.
Notiz am Rande: Das gerade erst gestartete Nachrichtenportal www.zoomer.de hat sich bei der Berichterstattung über den Launch die erste blutige Nase von den Lesern geholt. Weil nicht offen gesagt wurde dass Zoomer.de genau wie die VZ Netzwerke zum Holtzbrinck Verlag gehört wurde der Bericht schnell als angebliche Werbung für die Kollegen gewertet. Ein User im Kommentarbereich:
“Was soll denn diese plumpe Werbung? So unkritisch. Haltet ihr uns für blöd? Also nee! Weiß doch jeder, dass ihr alle unter einer Decke steckt. Top-Thema? Pfui. Ihr macht Nachrichten? War das erste und letzte Mal hier.”
Daraufhin wurde der Bericht geändert und ein gut sichtbarer Zusatz hinzugefügt, in dem es heisst:
Liebe Leser,
da haben wir etwas verbockt: In der ersten Version dieses Beitrags haben wir nicht darauf verwiesen, dass MeinVZ – ebenso wie zoomer.de – zur Holtzbrinck-Gruppe gehört. Das macht man natürlich so. In den einschlägigen Blogs ist das prompt und zu Recht angeprangert worden. Wir sind uns darüber im klaren, dass unsere Berichterstattung über den neuen StudiVZ-Spross von der ein oder anderen Seite ins Reich der PR gerückt wird. Zugegeben: Der Verdacht drängt sich auf, sind wir doch verbandelt. Da Euch das Thema aber interessiert – das zeigen die Zugriffe – wollen wir auch darüber berichten. Und zwar mit aller gebotenen Sachlichkeit. Bildet Euch selbst eine Meinung: Wir haben in der rechten Spalte die Stimmen der Anderen zu dem Thema zusammengetragen. Und in unserer Kommentarspalte unter diesem Artikel hast Du die Möglichkeit, deine Meinung zu MeinVZ und dem schwierigen Unterfangen unserer Berichterstattung zu äußern. Euer zoomer.de-Team
Ein schönes Beispiel dass sich die junge Zielgruppe im interaktiven Web nicht verschaukeln lässt.
PS: Diesen Beitrag habe ich ebenfalls im DEICHHELDEN Magazin der Nordsee-Zeitung veröffentlicht: http://www.deichhelden.de/?p=380
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